Was tun? – Die Gewinnerinnen des IFFF beglückwünschen!
Am Sonntag, 17.April, erreichte das diesjährige Internationale Frauenfilmfestival in Dortmund mit der Preisverleihung seinen Höhepunkt – und somit auch sein Ende. Im Kinosaal des Dortmunder U herrschte eine gelassene und zugleich erwartungsvolle Stimmung. Unter den Gästen befanden sich neben Presse und Mitwirkenden auch einige der Frauen, die uns die Filme beschert haben, die es in der Festivalwoche auf den Leinwänden zu sehen gab. Einige teils bewegende Reden, unzählige Fotos und glückliche Frauengesichter später ging es zur Aftershow-Party. Nicht nur das Festival, auch unser Blog (auf dem Foto drei Bloggerinnen mit der Jury-Vorsitzenden Maren Kroymann) macht nun erstmal Pause.Bürgermeisterin Birgit Jörder bedankte sich zu Beginn des Festivals bei den Organisatoren des Festivals, der Jury und den Teilnehmerinnen. „Das Festival hat für die Stadt Dortmund eine wichtige kulturelle Bedeutung und ich freue mich schon auf das nächste Jahr.“
Die Preisträgerinnen
Die wohl bewegendste Rede des Abends hörten wir von Helga Reidemeister. Sie wurde mit dem ersten Dortmunder Dokumentarfilmpreis für ihr Lebenswerk als Dokumentarfilmregisseurin ausgezeichnet. Mit dem Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro, die von der Sparkasse Dortmund gestiftet wurden, will sie schon bald nach Afghanistan reisen, um ihr nächstes Filmprojekt zu realisieren. Nach vielen Danksagungen an ihre Helfer kam Reidemeister auf ihre Studierenden zu sprechen, die durch den sich wandelnden Zeitgeist in der Medienlandschaft immer mehr in ihrer künstlerischen Freiheit eingeschränkt werden. „Das macht mich traurig und wütend“, sagte die 71-Jährige unter Tränen.
Im Nationalen Wettbewerb für Bildgestaltung durften sich zwei Talente über einen Preis für ihre Leistungen freuen. Mit jeweils 2.500 Euro wurden Eva Maschke wurde für ihren Dokumentarfilm „Frauenzimmer“ und Hanne Klaas für ihren Dokumentarfilm „Ole“ honoriert. Die Wahl der Gewinnerinnen erfolgte durch die Jury, die sich in diesem Jahr aus den Bildgestalterinnen Sophie Maintigneux, Daniela Knapp und Stephanie Hardt zusammensetzte.
Den Internationalen Spielfilmpreis für Regisseurinnen erhielt die Griechin Athina Rachel Tsangari für ihren Film „Attenberg“. Der Film behandelt die Problematik des Erwachsen-Werdens einer jungen Frau, die dabei ist, ihre Sexualität zu erkunden, und gleichzeitig ihren krebskranken Vater in den Tod begleitet. Die Jurymitglieder Maren Kroymann und Melissa Silverstein übergaben den Preis, der mit 25.000 Euro dotiert ist. Begründet wurde die Wahl der Preisträgerin unter anderem damit, dass es Tsangari in ihrem Film gelingt, konventionelle Erzählformen des Films und Stilmittel aus anderen Kunstformen wie Tanz, Performance, Tier-Improvisation und Popmusik miteinander verschmelzen zu lassen.
Ariane Astrid Atodji, die Gewinnerin des Publikumspreises für ihren Film „Koundi et le jeudi national“ saß zur Zeit der Gewinner- Bekanntgabe bereits im Flieger nach Kamerun. „Ich habe vor wenigen Tagen ein Interview mit ihr geführt. Ich bin sehr sicher, dass sich diese engagierte Frau riesig freuen wird“, sagt Adam Zapert, ebenfalls angehender Online-Redakteur an der FH Köln.
Ein gelungener Abschluss
Nach der etwa zweistündigen Preisübergabe wurde über den Dächern Dortmunds weitergefeiert. Im Festsaal des Dortmunder U genossen die Festival-Teilnehmerinnen, -Organisatorinnen und -Gewinnerinnen ein großes Buffet, Getränke und Musik. Alles in allem war es ein entspannter Abend mit einigen Gesichtern, die man nun nicht mehr vergessen wird. Mit Reden, die einen berührt und vielleicht sogar zum Nachdenken bewegt haben. Es war eine Woche voller Frauenpower. Eine Woche mit etlichen guten Filmen und eine Woche, die wir so auch im nächsten Jahr wieder erleben wollen.
Die Sicht der Blogger
Denn das sechstägige Festival war auch für uns Blogger eine lehrreiche Erfahrung. Viele von uns erfuhren zum ersten Mal, wie der Alltag einer Online-Redaktion aussehen kann. Unter den Umständen eines Filmfestivals war hier natürlich noch mehr Schnelligkeit gerfordert, da rund um die Uhr neue Filme liefen – in unterschiedlichen Kinos. „Für mich war das eine sehr gute Erfahrung und ich finde es schon schade, dass das Festival so schnell vorbei war. Ich werde versuchen, auch im nächsten Jahr teilzunehmen“, sagt die angehende Online- Redakteurin Nadine Esch.
Wir sagen Danke!
Abschließend möchten wir uns bei den immer freundlichen Organisatorinnen des IFFF, den netten und hilfsbereiten Kolleginnen aus dem Pressebüro sowie natürlich unserer engagierten Dozentin Prof. Dr. Petra Werner bedanken.
Vivian Schareina und Julika Röhrich
Der Beitrag wurde am Dienstag, den 19. April 2011 um 20:50 Uhr veröffentlicht und wurde unter Allgemeines abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Kommentare und Pings sind derzeit nicht erlaubt.
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