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¡Viva México! Kuratorin Sonja Hofmann über das IFFF-Schwerpunktland

unnamedIn diesem Jahr können sich Festivalgänger auf einen ganz besonderen Fokus freuen. Das IFFF widmet sich erstmals dem lateinamerikanischen Land Mexiko, das Programm wird von Sonja Hofmann betreut. Sonja ist seit über zwölf Jahren für das Frauenfilmfestival als Programm-Kuratorin tätig. Da sie in Köln „Regionalwissenschaften Lateinamerika“ studiert hat und mehrfach in Lateinamerika war, hat sich der lateinamerikanische Film zu einem besonderen Schwerpunkt in ihrer Arbeit entwickelt. Mit der Kino Gesellschaft Köln organisiert sie z.B. auch die Filmreihe „Kino Latino Köln“. Gründe genug, um sie für unseren Festivalblog zu interviewen.

Einige der Filme veranschaulichen die Missstände, die es in Mexiko gibt. Wurde der Fokus absichtlich auf ernste Themen wie diese gesetzt? 

Der Fokus zu Mexiko kreist ganz bewusst um die derzeit sehr aktuelle Thematik der Gewalt und des Verschwindenlassens von Menschen. Das ist leider momentan die Realität in Mexiko, organisierte Kriminalität, Drogenkrieg, Menschenhandel etc. Diese Realität spiegeln die Regisseurinnen in ihrem Filmschaffen wider, sowohl in Dokumentar- wie auch in Spielfilmen. Das fand ich spannend und wichtig zu zeigen.

Gibt es deiner Ansicht nach Unterschiede zwischen mexikanischer und deutscher Regieführung? 

Ich denke, dass es in Mexiko genauso viele verschiedene Ansätze und „Handschriften“ von Regisseurinnen gibt wie in Deutschland oder anderen Ländern.

Wieso hast du dich neben den anderen Filmen für die Liebestragödie „Sabrás qué hacer conmigo“ entschieden?

Ich wollte einen möglichst aktuellen Überblick über das Filmschaffen mexikanischer Regisseurinnen bieten. Der Spielfilm „Sabrás qué hacer conmigo“ hat mir sehr gut gefallen, es ist eine sehr schön inszenierte Beziehungsgeschichte, die auch nicht frei von Problemen ist. Der Film ergänzt den Schwerpunkt damit um eine weitere, andere Nuance.

Welcher der aufgeführten mexikanischen Filme ist dein persönlicher Favorit? 

Ich habe mich für den Fokus Mexiko u.a. mit der mexikanischen Filmwissenschaftlerin Patricia Torres und dem mexikanischen Filminstitut beraten. Die ausgewählten Filme gefallen mir natürlich alle sehr gut. Den Film „Tempestad“ habe ich auf der diesjährigen Berlinale gesehen; er erzählt auf sehr beeindruckende Weise von der Entführung und dem Gefängnisaufenthalt einer jungen Mutter und findet dafür eine äußerst gelungene filmische Umsetzung.

Interview: Amira Tröger



Der Beitrag wurde am Donnerstag, den 14. April 2016 um 02:09 Uhr veröffentlicht und wurde unter Fokus: Mexiko abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Kommentare und Pings sind derzeit nicht erlaubt.

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