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Ein bewegtes Leben – Susan Sontag

Regarding Susan SontagAm 20. April 2016 zeigt das Internationale Frauenfilmfestival Dortmund|Köln die preisgekrönte Dokumentation „Regarding Susan Sontag“ der Regisseurin Nancy D. Kates. Der Film zeichnet mit Archivmaterial und Interviews mit Weggefährten ein nie zuvor gesehenes Bild einer der bedeutendsten Autorinnen des 20. Jahrhunderts. Vor der Ausstrahlung auf dem Festival haben wir uns daran gewagt, einen kleinen Überblick über das bewegte Leben der Susan Sontag zu geben.

„Ich habe beim Lesen immer das Gefühl zu essen. Und mein Bedürfnis zu lesen ist wie ein schrecklicher, rasender Hunger. So dass ich oft versuche, zwei oder drei Bücher gleichzeitig zu lesen.“ – Susan Sontag

Der Drang nach Wissen spornte Susan Sontag schon früh an. Als sie mit Freunden im Telefonbuch die Nummer des in Los Angeles im Exil lebenden Thomas Mann fanden, luden sie sich bei dem berühmten, vor den Nazis geflohenen Schriftsteller zum Kaffee ein. Damals war Susan Sontag 14 Jahre alt.

Mit 15 Jahren schloss sie die High School ab und studierte daraufhin zuerst an der University of California, dann in Chicago. Dort traf sie mit 17 Philipp Rieff, Soziologie-Professor an der Universität, den sie kurz darauf heiratete und mit dem sie einen Sohn, David Rieff, bekam. Nach weiteren Studien in Harvard verbrachte sie Zeit in Paris und zog dann zurück in ihre Geburtsstadt New York.

Zwar sah sie sich selbst in erster Linie als Romanautorin (u.a. „The Volcano Lover“), aber am bekanntesten ist sie für Essays wie „On Photography“ oder „Against Interpretation“, in dem sie die Fixierung der Kritker der Zeit auf Form und Inhalt kritisiert. Außerdem bekannt ist sie für „Illness as Metaphor“, das sie während ihrer Brustkrebserkrankung in der 1970er Jahren schrieb und worin sie sich gegen die Theorie stellt, dass eine Krebserkrankung als Schwäche des Erkrankten zu sehen ist.

Bevor Susan Sontag im Dezember 2004 mit 71 Jahren einem erneuten Krebsleiden erlag, verbrachte sie ihre letzten Jahre mit ihrer Partnerin, der bekannten Fotografin Annie Leibovitz.

„Regarding Susan Sontag“ ist im Rahmen des Internationalen Frauenfilmfestivals Köln|Dortmund am 20. April 2016 um 20:15 Uhr in der Filmpalette Köln zu sehen.

Text: Farah Schäfer



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Der Beitrag wurde am Dienstag, den 19. April 2016 um 12:38 Uhr veröffentlicht und wurde unter Allgemein abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Kommentare und Pings sind derzeit nicht erlaubt.

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