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Coming of Age: Eine Nacht voller Fragezeichen

Eine Geschichte, die sieinenachtvollerfragezeichencherlich jedes Mädchen kennt – ein Sleepover bei der besten Freundin. Man erzählt stundenlang und versucht, sich zusammen einen Sinn auf das Leben zurecht zu reimen, an Schlaf ist nicht zu denken. Ismini und Komal sind zwei 13-jährige Mädchen, die seit ihrem dritten Lebensjahr unzertrennliche Freundinnen sind, fast wie Schwestern. Der Kurzfilm „Vannacht worden we Vrouwen“, zu deutsch übersetzt mit „Eine Nacht voller Fragezeichen“, behandelt die spezielle Frage, was es bedeutet eine Frau zu sein, und: wie man überhaupt eine Frau wird.

„All I know it that you lose some blood.“ Die beiden sind sich sicher, dass es durch das erste Einsetzen der Periode passiert. Die niederländische Regisseurin Josefien Hendriks stellt in ihrer 15-minütigen Kurzfilm-Dokumentation auf eine erfrischend andere künstlerische Art dar, wie Teenagerinnen selbst merken, dass sie sich in einer emotionalen und physischen ‚Umbruchsphase‘ befinden und wie sie damit umgehen. Der Kurzfilm selbst ist in niederländischer Sprache und mit englischem Untertiteln versehen.

Der Film ist 2013 im Zuge des Kids&Docs Workshop in den Niederlanden entstanden und erhielt 2014 beim Young About International Film Festival eine „Honorable Mention“. Hendriks spezialisierte sich schon im Studium an der Dutch Film Academy auf den Dokumentarfilm.

„Eine Nacht voller Fragezeichen“ lebt durch die Inszenierung auf kleinem Raum, nämlich das Schlafzimmer von Komal. Zentraler Punkt ist ihr Bett, in dem die Mädchen zusammen lachen, sich bewegen und sich natürlich auch eine Decke teilen. Durch Stop-Motion Technik wird spielerisch die vergangene Zeit verdeutlicht, Animationen von tickenden Uhren auf den Bäuchen der beiden und sich auf sie zu bewegende Tampons symbolisieren den Inhalt des Gespräches. Die Mädchen werden hauptsächlich von oben herab gefilmt und erzählen ihre Geschichte durch ein Voice-over. So lassen sie den Zuschauer an ihrer intimen Zweisamkeit teilhaben.

Die Dokumentation lief am Mittwoch, den 20. April, im diesjährigen Schulfilm-Programm des Internationalen Frauenfilmfestivals im Filmforum.

Text: Victoria Becker

Bild: IFFF

 



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Der Beitrag wurde am Freitag, den 22. April 2016 um 12:30 Uhr veröffentlicht und wurde unter Allgemein abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Kommentare und Pings sind derzeit nicht erlaubt.

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