Ein Projekt des Studiengangs Online-Redakteur
an der Technischen Hochschule Köln
Bild von vielen Wollhandschuhen in einer Reihe
 
 
Zurück zur Startseite

„Die Künstlerin riskiert noch Kopf und Kragen“ – Lisa Domin

Ausschnitt aus „Car Care“: Limousine am StraßenrandIn der Sektion Panorama des Internationalen Frauenfilmfestivals Dortmund|Köln ist das neue Werk von Lisa Domin, der Videokünstlerin aus Dortmund, zu sehen. In Istanbul, Budapest, Worpswede und Berlin hat sie schon gelebt und gearbeitet. Seit 2010 produziert sie ihre eigenen Filme. Ihr Studium in Braunschweig für Film und Fotografie schloss sie sogar mit Auszeichnung ab. Wir können also sehr gespannt sein, was auf uns zukommt, wenn ihr neuer Film „Car Care“ am Samstag in der Langen Filmnacht im Odeon Kino zu sehen ist.

„Die springt kopfüber, wo wir uns noch vortasten. Die Künstlerin riskiert noch Kopf und Kragen. Sie brütet und denkt nach. (…) Das ist der Humor der Kunst: Kopfsprung, weiche Landung und dabei trotzdem etwas riskiert zu haben.“ So Hannes Böhringer, der bis 2012 Hochschullehrer an der Hochschule für Bildende Künste (HBK) Braunschweig war, über Lisa Domin.

1983 wurde Lisa Domin in Iserlohn geboren. Nachdem sie 2009 ihr Studium an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig erfolgreich mit Diplom und Auszeichnung abgeschlossen hatte, war sie dort anschließend ein Jahr lang Meisterschülerin von Dörte Eißfeldt. Es folgten zahlreiche Auszeichnungen: Platz 1 im Bereich Installation des Internationalen Videofestivals in Bochum 2011; der Nachwuchspreis des Paula Modersohn-Becker Kunstpreises; der Hauptpreis des DEW21 Kunstpreises im Jahre 2013. Der DEW21 Kunstpreis, verliehen von der Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH, hat sich mittlerweile als einer der wichtigsten Kunstpreise des Ruhrgebiets etabliert.

Lisa Domin hat außerdem ein Faible für Teppiche. Auf ihrer Webseite sind einige Fotografien von diversen bunten Teppichen zu sehen. „Ich halte sie für sehenswert, deshalb zeige ich sie hier“, so Lisa. Sie fotografiert die Teppiche in Museen oder bei privaten Sammlern und bietet Interessenten die Möglichkeit, sich mit ihr in Verbindung zu setzen. „Über Teppiche und Verrücktheiten“ ist eines ihrer Werke, das im Museum für Völkerkunde in Dresden zu finden ist.

In diesem Jahr produzierte sie bereits zwei Filme: „It’s so sad the giraffe is dead“ und „Car Care“. Ein Tipp: Den Trailer zu „Car Care“ und viele ihrer Filme kann man auf ihrer Webseite anschauen. Zwar wurden die Trailer mit eher weniger Aufwand produziert, dennoch sind sie beeindruckend kreativ. Dabei werden unter anderem Stilmittel wie Schwarz-Weiß-Filter oder durchgehende Stille verwendet.

Der Film „Car Care“ ist am Samstag, den 23. April um 20:15 Uhr im Odeon zu sehen. Wer schon einen kleinen Einblick bekommen möchte, hat hier die Gelegenheit.

Text: Johanna Menke

Bild: IFFF



Der Beitrag wurde am Samstag, den 23. April 2016 um 02:30 Uhr veröffentlicht und wurde unter Allgemein abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Kommentare und Pings sind derzeit nicht erlaubt.

Kommentarfunktion ist deaktiviert