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Baden Baden – How to grow up?

baden baden„Ins Ungewisse starten, um immer forschend und experimentierend zu bleiben“ – dieser Ansatz von Regisseurin Rachel Lang zieht sich wie ein roter Faden durch ihren Film „Baden Baden“. Im dritten Teil der Trilogie kehrt Hauptdarstellerin Ana ihrem geregelten Leben den Rücken und begibt sich auf eine Reise, ihre Reise. Das Ziel: Erwachsen werden. Aber wie fühlt sich das eigentlich an? Und wie bedürftig darf man dann noch sein?

„Jetzt reicht’s“, findet die 26-jährige Ana, als sie den Ärger ihres cholerischen Aufnahmeleiters abbekommt. Sie nutzt die Chance und fährt mit dem Firmenwagen, einem Porsche Panamera Turbo S, davon. So rasant wie der Wagen gestaltet sich auch ihre Reise selbst: Aufopfernd kümmert sie sich um ihre pflegebedürftige Oma, beginnt eine Liaison mit ihrem Jugendfreund, lebt frei und wild. Völlig frei von Ängsten scheint sie ihr neues Leben zu genießen.

Zwischen zu viel Whiskey und Zigaretten wird allerdings immer wieder spürbar, wie verunsichert und voller Selbstzweifeln sie die Aufgaben des Erwachsenwerdens annimmt. Wie selbstwirksam kann ich mir mein Leben gestalten? Diese Frage wird in den insgesamt 95 Minuten immer wieder thematisiert.
Aber bitte nicht zu ernst – mit viel trockenem Humor werden verschiedenste Schwierigkeiten erzählt, während Ana ihr selbst inszeniertes Chaos genießt. Laut Programmheft ist „Baden Baden“ ein amüsant-kluger Sommerfilm. Sicher ein guter Film, den man sich anschauen kann, aber nicht muss. Erinnern wird er an die „eigene Reise“ auf jeden Fall.

Text: Christin Busch

Foto: Christin Busch



Der Beitrag wurde am Samstag, den 23. April 2016 um 16:00 Uhr veröffentlicht und wurde unter Allgemein abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Kommentare und Pings sind derzeit nicht erlaubt.

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