Mit „draußen“ einen Blick ins Innerste werfen – eine dokumentarische Eröffnung

Der diesjährige Eröffnungsfilm des Internationalen Frauenfilmfestivals draußen erzählt die Geschichten von vier Menschen, die in Köln auf der Straße leben. Besonders ist dabei, dass die Protagonisten nicht nur über ihre Worte, sondern darüberhinaus über ihre Besitztümer porträtiert werden, die besonders in Szene gesetzt sind. Da ist zum Beispiel Elvis, der unter freiem Himmel lebt, dem es aber wichtig ist, dass sein Platz ordentlich und aufgeräumt ist. So ein „Gekruschel“ mag er nicht, was sollen denn die Leute denken, die vorbeigehen? Die Plastikblumen auf seinem improvisierten Tisch wirken keinesfalls fehl am Platz. In der Rolle der Vorbeigehenden erkennt sich der Zuschauer, ohne den Vorhalt eines erhobenen Zeigefingers. Vielmehr regen die Szenen zum Nachdenken an. Wann habe ich zum letzten Mal wirklich hingeschaut, wenn mir ein Obdachloser begegnet ist? Der Film gibt vielleicht nicht allen scheinbar unsichtbaren Randfiguren unserer Gesellschaft eine Kontur, aber mindestens seinen Protagonisten.

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Deutschland unter der Lupe – IFFF-Programm 2018

Geballte Frauenpower steht vor der Tür: Das Internationale Frauenfilmfestival Dortmund | Köln startet am 24. April 2018. Die Programm-Pressekonferenz des diesjährigen und somit 35. Festivals am 22. März im Kölner Odeon begann mit einer Überraschung:  Silke J. Räbiger wird das IFFF zum letzten Mal als Festivalleiterin eröffnen und begleiten, sie gibt ihr Amt ab. Räbiger war seit 1986 beim Dortmunder Festival ,femme totale‘ aktiv, hat dieses ab 1993 geleitet und seit 2006 dann das gemeinsame IFFF Dortmund | Köln verantwortet. Neben Räbiger erläuterten Kuratorin Betty Schiel und Stefanie Görtz als Pressesprecherin des Festivals die Highlights des Programms: die Wettbewerbe und den Länderfokus ÜBER DEUTSCHLAND.

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Wir bloggen wieder!

Nach einem Jahr Pause sind wir in diesem Jahr wieder mit unserem Festivalblog beim IFFF präsent. Wir versorgen euch regelmäßig mit News rund um das Festival, stellen Filme vor und liefern spannende Hintergrundberichte und Interviews. Das IFFF findet in diesem Jahr vom 24. bis 29. April in Köln statt. Die Sektion ,Fokus‘, die Länder-Sektion des Festivals, richtet in diesem Jahr den Blick nach innen: Unter dem Titel ,Über Deutschland‘ präsentiert das IFFF ein Programm als offenes künstlerisches und politisches Plädoyer für Vielfalt jenseits von Nationaldebatten. Insgesamt werden rund 100 Filme aller Längen und Genres auf dem IFFF zu sehen sein, mehr als 80 Regisseurinnen werden ihre Werke selbst präsentieren. Zu den Programm-Höhepunkten zählen neben dem Debüt-Spielfilmwettbewerb die Sektionen Panorama und ,begehrt! filmlust queer‘.