Preisverleihung im Britney: Glückliche Gewinnerinnen und ein Abschied

Das Internationale Frauenfilmfestival 2018 ging vergangenen Sonntagabend mit einer festlichen Preisverleihung in der Außenspielstätte des Schauspiel Köln / Britney zu Ende. Die restlos ausverkaufte Veranstaltung war geprägt von emotionalen Höhepunkten und freudvoller Stimmung von Preisträgerinnen und Gästen. Standing Ovations gab es für das großartige Engagement einer Frau …

Gleich zu Beginn lobte Festivalleiterin Silke J. Räbiger sechs erfolgsgekrönte Festivaltage: „Das engagierte Interesse während dieses Festivals ist äußerst lobenswert. Wichtig war dieses Jahr, dass wir das Festivalzentrum Altes Pfandhaus als Veranstaltungsort ausgebaut haben – es fanden dort zahlreiche lebendige Events statt.“

Die Jury der 35. Ausgabe des IFFF bestand aus der französischen Regisseurin Muriel Coulin, der ungarischen Regisseurin Ildikó Enyedi und der österreichischen Schauspielerin Ursula Strauss.

Der Hauptpreis für den besten Debüt-Spielfilm ging an die Spanierin Carla Simón für ihren Film ESTIU 1993 / Fridas Sommer. Per Videobotschaft aus dem sonnigen Barcelona bedankte sich die Regisseurin, die bereits einige Auszeichnungen für ihr Coming-of-Age-Drama erhielt. Darunter den Preis für den besten Erstlingsfilm in Cannes und auf der Berlinale, beim Europäischen Filmpreis und eine Auszeichnung für das beste Drehbuch bei den Fenix Iberoamerican Film Awards.

Die Jury im Nationalen Wettbewerb für Nachwuchs-Bildgestalterinnen setzte sich zusammen aus den Bildgestalterinnen Sophie Maintigneux, Eva Testor und Katharina Dießner. Preisträgerin in der Sparte Dokumentarfilm war Paola Calvo mit Violently Happy, wo sie auch die Regie führte. In der Sparte Spielfilm wurde Marie Zahir für den Film Wie ich mich verlor von Sarah Weber ausgezeichnet.

Den choices-Publikumspreis erhielt die ungarische Regisseurin Bernadett Tuza-Ritter für ihren Dokumentarfilm A Woman Captured.

Musikalische Unterstützung kam an diesem Abend von der Band Koxette. Eine Mischung aus Technobeats und verzerrtem Autotune-Sprachgesang, begleitet von einer bizarren Videoshow, die durchaus zum Nachdenken angeregt hat.

Standing Ovations gab es für Silke J. Räbiger, die dieses Jahr das letzte Mal als Kuratorin des IFFF tätig war. Das Team ehrte sie mit einem selbstgedrehten Video mit witzigen Anekdoten und unermesslicher Anerkennung. Silke sei eine Pionierin der Frauenfilmkultur, so der ehemalige Betreiber der Dortmunder Kulturbetriebe, Kurt Eichler.

„Ich gehe mit einem lachenden und einem weinenden Auge“, so die sichtlich gerührte Festivalleiterin. Wer im nächsten Jahr in ihre Fußstapfen tritt, ist noch nicht bekannt.

Von Zoe Weiß

Fotos: Guido Schiefer

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